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Azubi-Projekt AmpereOne
„Los – wir bauen ein e-Kart“ – so ungefähr ging es los in der Klasse der Mechatroniker, Mech23, an unserer Schule. Und in drei Monaten soll es dann in der Schule stehen: Das AmpereOne mit Überrollbügel und der Lizenz zur Beschleunigung.
Gebaut werden soll ein elektronisch betriebenes Kart. Das Besondere: Die Klasse betreut in Projektarbeit alles selber. Konstruktion, Planung, Finanzierbarkeit, technische Umsetzung, Realitäts-Check, Marketing, webpage unter ampereone.eu, Sicherheit und natürlich alles rund um den Stromantrieb liegt in ihren Händen.
„Wir haben unsere Klasse dafür in Teams aufgeteilt“, erläutert es Niklas, „jedes Team hat wie im Unternehmen die Abteilungen von Planung bis zum Marketing seine Aufgaben.“
AmpereOne – ein bisschen klingt das nach Formel 1. Mit Recht: „Wir wollen, dass der E-Antrieb eine möglichst große Beschleunigung liefert“, setzt Marcel das Ziel fest. Jan ergänzt: „Beim E-Antrieb brauchen wir eben ein großes Akku, weil in kurzer Zeit ein große Strom-Leistung abgerufen wird.“ Das Kart drumherum mit Platz für Fahrer, dem sicheren Rahmen und allem, was so ein „Auto“ braucht, wird speziell diesem Ziel angepasst.
10 kW soll der Motor später haben, ein Lithium-Polymer-Akku den Strom liefern und das Kart von „0“ au „100“ in fünf Sekunden bringen.
Das AmpereOne ist mehr als ein Projekt: „Wir haben die ganzen Lehrjahre über Theorie gelernt“, betont Jan, „bei diesem Projekt haben wir dann gemerkt, wie alles zusammenhängt und wofür wir welche Theorie brauchen.“ Mit einem nicht unerheblichen Nebeneffekt: „Da hat Schule richtig Spaß gemacht“, sagen sie. Denn, so betont Klassenlehrer Heiner de Vries: „In diesem Fall dürfen und sollen die Azubis auch mal Fehler machen - im Betrieb dürfen sie das nämlich nicht. Scheitern aber will auch gelernt sein und ist wichtig im Lernprozess.“
Den positiven Effekt der Projektarbeit merken auch ihre Ausbildungsbetriebe. Sie unterstützen das Engagement der Azubis, geben Ausbildungszeit in den Betrieben frei oder spenden sogar Geld und Material. Eine win-win-Situation: Auch die Azubis sind mehr den je überzeugt von ihrer Berufswahl. Alle stehen im 3. Lehrjahr kurz vor der Abschlussprüfung und empfehlen die Entscheidung für eine handwerkliche Ausbildung auch anderen.
Und dann ist da noch etwas - gelungenes Merchandise: Mit dem Kauf eines Bechers kann jeder dazu beitragen, dass die Finanzierung des Projektes gesichert ist und AmpereOne in drei Monaten in echt und in Farbe in der Schulstraße steht. Na denn - ran an die Becher!
Die Bilder zeigen die Klasse Mechatroniker, Mech23, der BST mit Vorbereitungs-Modellen des AmpereOne und bei einer Präsentation des Projektes in der Schule.






