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AmpereOne - Mit quetschenden Reifen ab durch die Mitte

Es ist vollbracht - die Klasse Mech23 der Beruflichen Schule für Technik (BST) hat ihr Projekt, das Ampere One, fertiggestellt. Dahinter verbirgt sich ein e-Kart der Extraklasse mit schlussendlich 58 kW, also so mal eben knapp 70 PS.

Auf der Gesamtkonferenz der Schule haben die Auszubildenden des 3. Lehrjahres ihren flinken Klein-Raser vorgestellt. Ziel der Klasse war es, ein e-Kart mit einer größtmöglichen Beschleunigung zu konstruieren. Dem versammelten (und beeindruckten) Kollegium haben sie mit professionellem Engagement erst das Projekt und schließlich jeden Stecker und jede Schraube erläutert.

Dabei wurde auch klar, warum aus den geplanten 10 kW später 58 kW wurden: "Wir standen irgendwann vor der Frage - wollen wir uns an den Durchschnitt halten oder wollen wir etwas richtig Neues machen?" Entschieden hat sich die Klasse für das Neue und somit ein Klein-e-Kart, das höchsten technischen Anforderungen gerecht werden muss. Ein große Herausforderung, die sich die Mechantroniker selber gegeben und die sind nun erfolgreich umgesetzt haben.

Dann ging es auf den Hof zum Ausprobieren des Beschleunigungs-Pedals - mit den entsprechenden Folgen für Akkus und Reifen! Man sagt, dass auch Lehrkräfte und Schulleitung durchaus mal am Lenkrad saßen. Anbei ein paar Impressionen, ein Video steht auf der Startseite.

Das Besondere des Projektes: Die Klasse betreute in Projektarbeit alles selber. Konstruktion, Planung, Finanzierbarkeit, technische Umsetzung, Realitäts-Check, Marketing, webpage unter ampereone.eu, Sicherheit und natürlich alles rund um den Stromantrieb lag in den Händen der Schüler.

 

„Wir haben die ganzen Lehrjahre über Theorie gelernt“, erklärte einer der Schüler, „bei diesem Projekt haben wir dann gemerkt, wie alles zusammenhängt und wofür wir welche Theorie brauchen.“ Mit einem nicht unerheblichen Nebeneffekt: „Da hat Schule richtig Spaß gemacht“, so die Klasse. Denn, so betonte Klassenlehrer Heiner de Vries: „In diesem Fall durften und sollten die Azubis auch mal Fehler machen - im Betrieb dürfen sie das nämlich nicht. Scheitern aber will auch gelernt sein und ist wichtig im Lernprozess.“

 

Der Lernprozess übrigens ist noch nicht zu Ende: Es bleiben für nachfolgende Mechatroniker-Klassen durchaus noch Arbeitsfelder an dem Projekt offen.

Azubi-Projekt AmpereOne

„Los – wir bauen ein e-Kart“ – so ungefähr ging es los in der Klasse der Mechatroniker, Mech23, an unserer Schule. Und in drei Monaten soll es dann in der Schule stehen: Das AmpereOne mit Überrollbügel und der Lizenz zur Beschleunigung.


Gebaut werden soll ein elektronisch betriebenes Kart. Das Besondere: Die Klasse betreut in Projektarbeit alles selber. Konstruktion, Planung, Finanzierbarkeit, technische Umsetzung, Realitäts-Check, Marketing, webpage unter ampereone.eu, Sicherheit und natürlich alles rund um den Stromantrieb liegt in ihren Händen.


„Wir haben unsere Klasse dafür in Teams aufgeteilt“, erläutert es Niklas, „jedes Team hat wie im Unternehmen die Abteilungen von Planung bis zum Marketing seine Aufgaben.“


AmpereOne – ein bisschen klingt das nach Formel 1. Mit Recht: „Wir wollen, dass der E-Antrieb eine möglichst große Beschleunigung liefert“, setzt Marcel das Ziel fest. Jan ergänzt: „Beim E-Antrieb brauchen wir eben ein großes Akku, weil in kurzer Zeit ein große Strom-Leistung abgerufen wird.“ Das Kart drumherum mit Platz für Fahrer, dem sicheren Rahmen und allem, was so ein „Auto“ braucht, wird speziell diesem Ziel angepasst.


10 kW soll der Motor später haben, ein Lithium-Polymer-Akku den Strom liefern und das Kart von „0“ au „100“ in fünf Sekunden bringen.


Das AmpereOne ist mehr als ein Projekt: „Wir haben die ganzen Lehrjahre über Theorie gelernt“, betont Jan, „bei diesem Projekt haben wir dann gemerkt, wie alles zusammenhängt und wofür wir welche Theorie brauchen.“ Mit einem nicht unerheblichen Nebeneffekt: „Da hat Schule richtig Spaß gemacht“, sagen sie. Denn, so betont Klassenlehrer Heiner de Vries: „In diesem Fall dürfen und sollen die Azubis auch mal Fehler machen - im Betrieb dürfen sie das nämlich nicht. Scheitern aber will auch gelernt sein und ist wichtig im Lernprozess.“


Den positiven Effekt der Projektarbeit merken auch ihre Ausbildungsbetriebe. Sie unterstützen das Engagement der Azubis, geben Ausbildungszeit in den Betrieben frei oder spenden sogar Geld und Material. Eine win-win-Situation: Auch die Azubis sind mehr den je überzeugt von ihrer Berufswahl. Alle stehen im 3. Lehrjahr kurz vor der Abschlussprüfung und empfehlen die Entscheidung für eine handwerkliche Ausbildung auch anderen.


Und dann ist da noch etwas - gelungenes Merchandise: Mit dem Kauf eines Bechers kann jeder dazu beitragen, dass die Finanzierung des Projektes gesichert ist und AmpereOne in drei Monaten in echt und in Farbe in der Schulstraße steht. Na denn - ran an die Becher!


Die Bilder zeigen die Klasse Mechatroniker, Mech23, der BST mit Vorbereitungs-Modellen des AmpereOne und bei einer Präsentation des Projektes in der Schule.

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